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Schmerz lass‘ nach

Wer schon einmal Chilis geschnitten hat und danach mit den Fingern an die Augen gekommen ist, weiß: Es brennt höllisch.

Die Substanz, die dafür verantwortlich ist, Capsaicin, kann aber auch helfen, zum Beispiel bei Post-Zoster-Neuralgie nach einer Gürtelrose. Häufig kommt es jedoch zu Nebenwirkungen wie starkem Brennen. Forscher der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) haben nun eine Substanz ausfindig gemacht, die sich ebenso eignen könnte, um starke Schmerzen zu bekämpfen – jedoch weitaus verträglicher ist. Die Ergebnisse sind jetzt in Scientific Reports* veröffentlicht worden.

Die Nervenfasern, die im Körper Schmerz vermitteln, heißen Nozizeptoren. Werden sie aktiviert, setzen sie u.a. entzündungsfördernde Neuropeptide frei. Um schädliche Einflüsse zu erkennen, sind die Nozizeptoren mit einer Vielzahl von Rezeptoren ausgestattet. Der Capsaicin-Rezeptorkanal zum Beispiel reagiert heftig auf den scharfen Inhaltsstoff von Chilischoten. Einen anderen könnte man den „Senföl-Rezeptor“ nennen, da er durch einen Stoff im Senf, in Meerrettich und in Zwiebeln aktiviert wird. Der Rezeptor, wissenschaftlich TRPA1, spielt eine tragende Rolle bei schmerzhaften Entzündungen des Dickdarms und der Bauchspeicheldrüse sowie bei Asthma.

https://idw-online.de/de/news655409

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