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Gehirnaktivität sagt altruistisches Verhalten voraus

Psychologen der Universität Würzburg ist es gelungen, auf der Grundlage der gemessenen Hirnaktivität vorherzusagen, ob sich eine Person eher uneigennützig und prosozial (altruistisch) oder egoistisch verhält.

Die Forscher luden 40 Personen (50% davon weiblich), die zuvor in einer Onlinebefragung entweder als hoch oder niedrig altruistisch identifiziert worden waren, zu einer Untersuchung ins Labor ein. Die Probanden waren Studierende, durchschnittlich 23 Jahre alt und verfügten über ein monatliches Einkommen von 300 bis 900 Euro. Die Untersuchung bestand aus zwei Phasen. In der ersten Phase spielten die Probanden das „Diktatorspiel“: 

Als „Diktator“ mussten sie in mehreren Durchgängen einen Betrag von 8 Cent zwischen sich und jeweils einem Empfänger aufteilen. Sie konnten zwischen fünf Aufteilungen ihres Angebots wählen (8:0; 6:2; 4:4; 2:6; oder 0:8). Vor jedem der insgesamt 180 Durchgänge erhielten sie die Information, wie hoch das monatliche Einkommen des Empfängers war (200, 600 oder 1000 Euro) und ob ihre Entscheidung anonym blieb oder von anderen Teilnehmern beobachtet wurde. In der zweiten Phase sollten sie dann die Fairness der Angebote von anderen (vermeintlichen; de facto per Computerprogramm ausgewählte Antworten) „Diktatoren“ beurteilen. Dazu mussten sie in mehreren Durchgängen das Spiel der anderen „Diktatoren“ beobachten und angeben, wie fair sie deren jeweilige Angebote fanden. In der ganzen Zeit wurde die Hirnaktivität der Probanden mittels Elektroenzephalogramm (EEG) aufgezeichnet.

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